Stronghold Warlords Review – Test – Echtzeit Strategie im alten Asien

Stronghold Warlords Review -Test- Echtzeit Strategie im alten Asien
Stronghold Warlords Review
Echtzeit Strategie im alten Asien

Mit Stronghold Warlords feiert die Echtzeit Strategie Traditions-Serie Stronghold ihren 20. Geburtstag

In dieser Stronghold Warlords Review bekommst Du einen kleinen Einblick in das Gameplay des neuen Echzeit-Strategie Spiels mit Aufbau und Burgen Belagerung im alten Asien. Stronghold Warlords erschien im März 2021 für PC auf Steam, bietet Singplayer, Multiplayer, Skirmish und einen Baumodus sowieso einen Karten-Editor an.

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Dieser Beitrag ist hier als Text, aber auch als PodCast und als YouTube Video verfügbar. So kannst Du Dir aussuchen, wie Du ihn am liebsten genießen magst.

Stronghold Warlords Review Video

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Stronghold Warlords Test als Podcast

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Stronghold Warlords Review – Einleitung – Intro

Moin Moin, hier ist der Zap. In dieser Stronghold Warlords Review bekommst Du einen kleinen Einblick in das neue Echzeit-Strategie Spiel mit Aufbau und Burgenbelagerung im alten Asien. Ich erzähl Dir wie es sich spielt, was alles drin ist und am Ende gibt es eine Wertung von mir. Aber vor allem möchte Ich Dir alle Infos geben, damit Du für Dich selbst entscheiden kannst, ob das Spiel Dir Spaß machen könnte.

Das Spiel wird von Firefly Studios aus Großbritannien entwickelt und gepublished. Ich habe einen kostenlosen Test-Key erhalten, meinen Dank dafür. Dies sollte aber keinen Einfluss auf meine Bewertung haben, da ich alle Spiele immer mit dem Gedanken im Hinterkopf teste, wie würde ich mich fühlen, wenn ich den vollen Preis bezahlt hätte.

Stronghold – Hintergrund und Geschichte

Stronghold Warlords Review
 Hintergrund und Geschichte
Stronghold Warlords Review
Hintergrund und Geschichte

Die Stronghold Serie ist seit 20 Jahren ein sehr bekanntes Franchise. Man kann sagen, das Spiel hat Tradition und Geschichte, nicht nur, weil es dabei um Schlachten der früheren Geschichte geht.

Dabei hat Stronghold zwar immer eine gewisse Fan-Base gehabt, aber viele Teile waren oft auch eher nur mittelmäßig oder knapp darüber in den Kritiken angekommen. Ich habe bis auf wenige Ausnahmen fast alle Vorgänger gespielt, und einige davon auch richtig gern und immer wieder. Also mal schauen, wie sich dieser neue Teil nun schlagen wird. Aber zuerst etwas Stronghold-Geschichte, damit jeder den gesamten Zusammenhang verstehen kann.

Der erste Teil hieß einfach nur „Stronghold“ und erschien bereits 2001. Damals ging es grundlegend vor allem darum eine mittelalterliche Burg zu errichten und mit Verteidigungen und Nachschub an Essen und Baumaterial zu versorgen, um dann am Ende größere Belagerungsarmeen abzuwehren.

Pikeniere, Bogenschützen, Schwertkämpfer und Katapulte waren unsere Truppen. Die Gegner hatten eine ähnliche Auswahl, noch ein paar besondere Belagerungseinheiten dazu und meistens einen besonderen Anführer mit speziellen Fähigkeiten. In Multiplayer Partien konnten Spieler auch mehrere Burgen auf einer Karte errichten und sich gegenseitig belagern.

Mit Crusader, Warchest, Stronghold 2, Stronghold Legends, Stronghold Crusader Extreme und Stronghold 3, gab es reichlich Nachfolger und mit Stronghold HD wurde sogar das Ursprungs-Spiel auch bereits nochmal in einer Remastered Version veröffentlicht.

2012 erschien dann auch noch Stronghold Kingdoms, eine Art Burgen-MMO, bei dem sich Spieler aus aller Welt gegenseitig belagern konnten. Kingdoms erschien als Free2Play Spiel mit Itemshop und erfreut sich bis heute immer noch einer gewissen Spielerschaft. Der letzte Ableger der ursprünglichen Serie kam dann 2014 mit Stronghold Crusader 2. Die Crusader Teile setzten mehr auf große Truppen und etwas weniger Aufbau, ähnlich der Total War Serie.

2021 begeht Stronghold also sozusagen seinen 20. Geburtstag und dies wird mit einem neuen Teil der Serie gefeiert. All die Jahre wurde das Spiel immer von Firefly Studios aus England entwickelt und so ist es auch beim neusten Ableger der Serie namens Stronghold: Warlords. Mit Warlords wandert die Serie ein bisschen in eine neue Richtung, ohne die alten Grundsätze zu verlieren.

Wo bisher vor allem europäische und ein wenig arabische Burgenkämpfe im Fokus standen, geht es diesmal nach Asien. Die Kampagne startet im alten China, beinhaltet auch die Mongolen Invasion und die Kriege mit Japan. Hier spielen wir zahlreiche verschiedene Schlachten rund um mehr oder weniger bekannte asiatische und meistens chinesische Kriegs-Anführer und Warlords nach.

Spieltyp – Echtzeit-Strategie

Stronghold Warlords Test
Echtzeitstrategie
Stronghold Warlords Test
Echtzeitstrategie

In den Kampagnen Missionen starten wir fast immer mit einem kleinen vorgegebenen Dorf. Dabei heißt es vor allem, die bereits vorhandenen Gebäude und Einheiten geschickt zu nutzen und in seine Taktik einzubinden. In Skirmish- oder Multiplayer-Karten haben wir nur unser Haupthaus und müssen alles von Grund auf errichten und genau planen.

Unsere Aufgabe wird entweder sein, uns dafür zu rüsten, bald ankommende Belagerungstruppen abzuwehren, oder unsererseits eine Belagerungsarmee aufzubauen. Sehr oft gilt es dann beides gleichzeitig zu tun und auch im Multiplayer geht es um die absolute Vorherrschaft auf der Karte, was nur mit Angriff und Verteidigung gleichermaßen zu schaffen ist.

Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir zuerst für die Versorgung mit allerlei Rohstoffen sorgen, wie Holz, Stein, Nahrung, Gold. Vor allem Häuser für mehr Einwohner entscheiden stark mit, wie gut unser Volk sich behauptet. Denn kein Gebäude kann arbeiten ohne Arbeitskräfte und auch Soldaten können nicht aus dem Nichts erschaffen werden.

Dabei ist es wichtig, eine Balance zu halten zwischen den Steuern, die wir unserem Volk abverlangen und der Versorgung mit Nahrung, aber auch Luxusgütern wie Tee und Gemüse. Hohe Rationen machen das Volk glücklich und hohe Steuern natürlich unglücklich. Aber wir können das ausbalancieren und so unsere Steuererträge erhöhen. Wie glücklich unser Volk dabei am Ende ist, entscheidet darüber, wie schnell neue Einwohner entstehen. Dies ist oft ein entscheidender Faktor, denn wenn an der Front dauernd Leute Ihr Leben für unser Reich opfern, brauchen wir stetigen Nachschub.

Natürlich ist so ein großes Reich nichts ohne richtige Truppen. Schwert- und Keulenkämpfer, Bogen- und Armbrustschützen sowie ein komplexeres Arsenal an Belagerungsgeräten können hier über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier wandert dann der Fokus vom Aufbau in den Echtzeitstrategie-Teil. Denn die Einheiten müssen nicht nur gebaut, sondern auch geschickt gelenkt werden. Viele Truppenteile sind hilflos und schnell verheizt, wenn man sie planlos vor die feindlichen Tore schickt.

Ein weiterer wichtiger Punkt werden dann unsere Befestigungen, hier gibt es verschiedene Mauern, Türme und Tore, aber auch etwas abgedrehtere Aufbauten für die Mauern, wie Steinschleudern oder Feuerwerk-Abschuss-Rampen. Denn haben die Chinesen erstmal Salpeter, können sie damit verschiedene Feuer- und Sprengstoff-Einheiten ausbilden, die zwar sehr empfindlich, aber auch enorm effektiv beim Verteilen von Schaden sind. Und dann gibt es noch allerhand Sondersachen, wie Holzwände gegen Bogenschützen oder auch Sprengfallen und Tigerkäfige.

Dann kommt noch ein weiterer Punkt dazu, den es so in kaum einem Spiel dieser Art gibt. Wir können unser bebaubares Territorium nicht erweitern. Die Parzelle, die wir zu Beginn haben, wird dauerhaft so bleiben wie sie ist. Aber darum herum wohnen sogenannte Warlords in ihren Festungen. Erobern wir diese Festungen, können wir von Ihnen für Diplomatiepunkte Gefallen einfordern und so an Waren herankommen, die auf unserem Startland nicht vorhanden oder bereits verbraucht sind.

Diese Diplomatiepunkte eröffnen die Möglichkeit die Warlords der Umgebung nicht nur durch Kampf, sondern auch durch Verhandlung auf unsere Seite bringen. So können wir sie dazu bringen, uns zu unterstützen, oder je nach Art des Warlords sogar unsere Gegner direkt anzugreifen. Neben der Diplomatie ist der Handel in manchen Missionen erlaubt, so dass wir darüber Überschüsse verkaufen und Mangel-Waren einkaufen können.

Insgesamt bietet Stronghold Warlords ein großes Arsenal an Möglichkeiten rund um den Aufbau und Abriss von Burgen. Und wir sollten unsere Taktiken an die vorhandenen Ressourcen und vor allem an das Gelände anpassen. Dann sind wir auf einem guten Weg, die Gegner davon abzuhalten unsere Mauern einzureißen und können ihre Festungen dem Erdboden gleichmachen.

Stronghold Warlords Gameplay – Story und Kampagne

Stronghold Warlords Gameplay
Story und Kampagne
Stronghold Warlords Gameplay
Story und Kampagne

Stronghold Warlords erzählt hier kleine Geschichten. Insgesamt gibt es fünf Kampagnen, die man erst nach und nach freispielen muss. Und Jede besteht aus 5 bis 8 Einzelkarten, die aber jeweils in Episoden die Geschichte eines Anführers und seiner Reise in die Geschichtsbücher erzählen.

Dies geschieht durch Einleitungs-Erzählungen aber es kommen auch immer wieder kleine Sprach-Ansagen im Level. Man darf hier nur keinen wirklichen Tiefgang erwarten. Die meisten Geschichten handeln von „großer Held legt sich mit allen anderen Herren der Umgebung an und sorgt dafür, dass er am Ende der einzige übriggebliebene ist“, Punkt.

Achja, man sollte noch erwähnen, dass in der Kampagne 3 Schwierigkeitsgrade angeboten werden. So ist das Singleplayer Spiel für Einsteiger wie auch Hardcore-Strategen weitestgehend anpassbar.

Eine der Kampagnen ist dabei eine Besonderheit, denn ihr Fokus liegt stark auf Wirtschaft. Hier gilt es, Mangel an bestimmten Ressourcen dadurch auszugleichen, dass man von anderen Ressourcen mehr als benötigt herstellt und dann über den Handel Überschüsse zu Gold macht und fehlende Waren nachkauft. Auch die Diplomatie nimmt in diesen Karten oft eine wichtige Stellung ein.

Sehr häufig lauten hier die Siegbedingungen, dass man bestimmte Waren in einem sehr engen Zeitfenster anhäufen muss, anstatt die Gegner zu besiegen. Diese Kampagne ist eine nette Auflockerung des Spielablaufs, und die Missionen sind teilweise wirklich knifflig, da die Zeitrahmen recht knapp gesteckt sind.

Game-Modes: Skirmish, Multiplayer, Bau-Modus, Karten-Editor

Stronghold Warlords Review
Skirmish, Multiplayer, Sandbox, Build-Mode, Map-Editor - Spielmodi
Stronghold Warlords Review
Skirmish, Multiplayer, Sandbox, Build-Mode, Map-Editor – Spielmodi

Kommen wir zu den Features, die aus Stronghold Warlords einen langanhaltenden Spaß machen können. Das Spiel bietet mit dem Skirmish Mode eine Art Sandbox und Szenario Modus. Diesen kann man entweder nur mit KIs spielen, oder aber gleich in den Multiplayer Modus wechseln.

Sowohl der Multiplayer wie auch die Skirmish Karten bieten eine Auswahl an vorgegebenen Szenarios und frei wählbare Startbedingungen. Dann geht es mit bis zu 8 Steam-Spielern oder KI Mannschaften in den Krieg. Zu Beginn einer Partie darf man Teams bilden, so dass Co-op Gameplay möglich ist.

Dazu kommt dann noch ein Baumodus, indem man einfach so vor sich hin an seinen schicksten Burg-Ideen herumbasteln kann, ohne auf Gegner oder Ressourcen achten zu müssen. Hier kommen Schön-Bauer auf ihre Kosten.

Und weil das ein solches Spiel halt nochmal enorm bereichern und die Lebenserwartung ewig verlängern kann, hat Firefly auch daran gedacht, einen Karten-Editor zu bauen. So ist über den Steamworkshop vermutlich bald ein umfangreicher Satz an Karten verfügbar. Apropos, falls Ihr Warlords besitzt, und Euch fragt, wo der Editor gelandet ist, das ist ein Extra Tool, dass ihr bei den Steam-Werkzeugen findet.

Technik, Grafik, Sound

Stronghold Warlords Review
Technik, Grafik, Sound, Engine, GFX, SFX
Stronghold Warlords Review
Technik, Grafik, Sound, Engine, GFX, SFX

Stronghold wird in der relativ alten Vision Engine von Trinigy und Havoc gebaut, ein echtes Urgestein von Grafikengine. Diese erlaubt viele moderne Grafik-Effekte nicht, ist aber immerhin recht stabil. Das Spiel lief bei mir völlig ohne Abstürze und auch offensichtliche Bugs gab es nicht.

Allerdings darf man auch keine umwerfenden Grafik-Effekte erwarten. Die Optik von Warlords ist zweckmäßig, aber nichts davon ist beeindruckend. Es ist nicht hässlich, aber auch in keinster Weise herausragend hübsch. Im Grafik-Bereich gibt es also eher Hausmannskost statt Delikatessen.

Die Animationen sind technisch okay, das Spiel läuft auch flüssig auf meiner Mittelklasse RX580. Wenn man mal davon absieht, dass nach dem Spielstart erstmal eine Minute lang gar nichts passiert, ehe das Fenster von Stronghold auftaucht. Und das bei einer 12 Kern CPU und obwohl das Spiel auf einer NVME SSD installiert ist. Ähnliche Wartezeiten gibt es auch in den Ladebildschirmen. Moderne Hardware wird hier also nicht gefordert, damit kann das Spiel nichts anfangen.

Das Options-Menü ist sehr spärlich gehalten, außer der Auflösung und ein paar wenigen Grafikdetails und Lautstärke-Reglern gibt es da nicht viel einzustellen. Besonders schade, dass man nicht wenigstens die Tastatur-Vorgaben anpassbar gemacht hat.

Die Musik besteht aus einigen Liedern, die wohl an asiatische Kriegslieder angelehnt sind, aber mich manchmal eher an neuseeländische Musik erinnert haben. Aber vielleicht ist die Verwandtschaft dieser Kulturen auch so eng, dass sie sich in der Musik widerspiegelt.

Bei den Sprachen gibt es eine Luxus-Ausstattung. Stronghold Warlords kommt in 8 komplett vertonten Sprachen. Und daneben gibt es noch 7 weitere Text-Übersetzungen im Angebot, so dass Bildschirmtexte und Untertitel in insgesamt 15 Sprachen verfügbar sind.

Stronghold Warlords Screenshots Ingame

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Stronghold Warlords Test – Meinung und Fazit

Stronghold Warlords Test
Meinung und Fazit
Stronghold Warlords Test
Meinung und Fazit

Ein paar Kritikpunkte vorweg. Neben der ziemlich altbackenen Grafik gibt es einige Dinge, die mich öfter geärgert haben. Diese führen beim oft eh nicht zu leichten Spielablauf, schnell zu Problemen, die eigentlich vermeidbar wären.

Das beginnt damit, dass manche Häuser Eingänge haben. Man sie aber so setzen kann, dass sie zwar beim Bau als grün und baubar angezeigt werden, aber dabei der Zugang nicht kontrolliert wird. Wenn man also ewig spart, um das teure Gebäude zu bauen, und dann nicht ganz genau hinschaut, kann es sein, dass die Arbeiter das Haus nicht betreten können und man darf es wieder abreissen. Was dann die Hälfte der Ressourcen ins Nirvana schickt.

Die Wegfindung ist zwar weitestgehend okay, aber manchmal scheint sie auch komplett auszusetzen. So stellt mir der Gegner manchmal Truppen vor die Mauer, in Reichweite meiner Bogenschützen, und dann sammeln die sich erstmal, trippeln rum, formieren sich, und warten bis dann die langsamsten Truppenteile alle angekommen sind. Ehe die sich dann entscheiden loszulaufen, haben meine Schützen oft schon 30-50 % der Gegner eliminiert. Wäre es so schwer, den Sammelpunkt der KI außerhalb der Schützen Reichweite zu setzen? Zumindest würde das weniger dumm wirken.

Manchmal laufen die Truppen auch merkwürdig vor die Wand, gegen Steine oder ins Wasser. Das sind eher seltene Probleme, aber sie sollten einfach gar nicht auftauchen. Im Multiplayer gibt es dann noch ein recht niedriges Einheiten Limit, das vermutlich gesetzt wurde, um Performance Probleme zu überdecken. Auch hier gibt es Verbesserungspotential.

Manche Missionen sind vom Balancing her noch etwas komisch. Als besonders negatives Beispiel ist mir hier die 2. Mission der Wirtschaftskampagne in Erinnerung geblieben. Dort muss man unter Zeitdruck auf einer mit Ruinen zugemüllten Karte Waffen und Rüstungen herstellen und wird dann auch noch permanent angegriffen. Und weil es so schön ist, reichen die Ressourcen auf der Map hinten und vorne nicht. Also muss man extrem viel über den Handel regeln. Das war schon ein echter Brocken, an dem ich länger gekaut habe, und das auf mittlerem Schwierigkeitsgrad. Hier war ich kurz an der Frustrationsgrenze angekommen.

Es gibt Ereignisse wie Gewitter oder Dürren, die für Brände sorgen können. Dafür gibt es eine Art Feuerwehr. Leute, die mit Eimern angerannt kommen und die Häuser löschen. Soweit alles in Ordnung. Was ich aber als total unsinnig empfand, war, dass die Arbeiter, die in den brennenden Häusern arbeiten, das Feuer erstmal völlig ignorieren. Als wäre nichts gewesen latschen sie in ihren Betrieb rein und kommen dann als lebende Fackel schreiend wieder rausgerannt, ehe sie zu Kohle zerfallen. Upps, konnte man ja nicht sehen, dass das Haus lichterloh brennt.

Genauso passiert das auch mit Transport-Einheiten, wenn Ihr Weg zufällig an einem brennenden Haus oder Feld vorbeiführt. So kann man dann den wertvollen Arbeiter verlieren und auch noch die Waren, die er gerade trägt. Das ist einfach unsinnig und nur nervig.

Daneben sind die Burgherren, also die eigenen Warlords, mit denen man auch herumlaufen und kämpfen kann, extrem langsam und verfügen, im Gegensatz zu den meisten Vorgängern, nicht über besondere Skills. Das ist auch ein wenig enttäuschend, hier wäre mehr möglich gewesen, um diesen Anführern etwas mehr Würde und Achtung zu verschaffen.

Auch der Umfang der Einheiten ist nicht ganz so, wie man sich das fürs alte Asien gewünscht hätte. Und insgesamt wirkt es einfach etwas Ideenlos. Es bietet genau wie die Vorgänger, solide Echtzeitstrategie mit Belagerungsschlachten, nur mit einem etwas anderen Setting. Aber es ist nichts Besonderes, nichts wirklich Neues drin im neuen Stronghold.

Kommen wir zu den positiven Punkten, möchte ich von einer Überraschung berichten, die mich schmunzeln ließ. Früher war es gang und gäbe, dass Spiele mit einer gedruckten Anleitung ausgeliefert wurden. Stronghold Warlords kommt als Spiel der alten Schule nun auch mit einem Handbuch.

Im Spielordner finden sich PDF-Dateien in 7 Sprachen, die auf jeweils 56 Seiten alle Spielfeatures und Mechaniken erklären. Ich würde mich nicht wundern, wenn es eine Boxed Version mit richtig gedrucktem Handbuch geben würde.

Insgesamt bietet Stronghold Warlords ein rundes Paket. Es kommt mit einer langen Kampagne für Single Player, die auch nicht zu einfach ist. Und mit Sandbox, Multiplayer und Karteneditor ist reichlich Langzeitmotivation und Wiederspielwert vorhanden, so dass man das Spiel auch später immer mal wieder rauskramen können wird.

Allerdings wirkt es halt von der Gesamtpräsentation her eher wie ein Spiel aus dem Jahr 2010. Und mit einem Grundpreis von knapp 35 Euro ist es auch nicht unbedingt ein völliges Schnäppchen. Die nicht mehr ganz zeitgemäße Grafik und die KI Schwachstellen lassen das Spiel dann teilweise etwas lieblos wirken.

Stronghold Warlords Review – Wertung

Stronghold Warlords Review
Wertung
Stronghold Warlords Review
Wertung

Betrachte ich den gebotenen Spielspaß von Warlords, möchte ich dem Spiel eine Grundwertung von 80 % geben. Mit einer moderneren Engine und mehr Liebe zum Detail wäre hier noch viel mehr drin gewesen. Hier gibt es gute Mittelklasse Kost in einer in die Jahre gekommenen Verpackung.

Für kleine Bugs, KI-Schwächen, Balancing Probleme und weitere Ecken im Game-Design möchte ich dann 4 % abziehen. Und wenn ich auf das Preisschild schaue, dann habe ich auch etwas Bauchschmerzen und denke, bei diesem Angebot hätte es auch ein Zehner weniger sein können. Was dann zu einer weiteren Abwertung von 3 Prozent für die Preisgestaltung führt.

Damit komme ich zu einer Endbewertung von 73 % für Stronghold Warlords. Mit ein paar Verbesserungen durch Patches sehe ich Potenzial für bis zu 77 %, und wenn der Preis sinkt, geht es vielleicht auch noch weiter hoch, aber ein echter Hit wird dann leider auch im Sale nicht draus.

Stronghold Warlords Review
Wertung mit Zahlen 73 prozent
Stronghold Warlords Review
Wertung mit Zahlen 73 prozent

Stronghold Warlords

Zap von ZapZockt.de

Stronghold Warlords Review -Test- Echtzeit Strategie im alten Asien
Mit Stronghold Warlords feiert die Echtzeit Strategie Traditions-Serie Stronghold ihren 20. Geburtstag
In dieser Stronghold Warlords Review bekommst Du einen kleinen Einblick in das Gameplay des neuen Echzeit-Strategie Spiels mit Aufbau und Burgen Belagerung im alten Asien. Stronghold Warlords erschien im März 2021 für PC auf Steam, bietet Singplayer, Multiplayer, Skirmish und einen Baumodus sowieso einen Karten-Editor an.
Grafik
Sound
Strategie
Spiel Umfang
Gegner KI und Wegfindung
Spiel-Varianten
Preis – Leistung

Wertung

Betrachte ich den gebotenen Spielspaß von Warlords, möchte ich dem Spiel eine Grundwertung von 80 % geben. Mit einer moderneren Engine und mehr Liebe zum Detail wäre hier noch viel mehr drin gewesen. Hier gibt es gute Mittelklasse Kost in einer in die Jahre gekommenen Verpackung.
Für kleine Bugs, KI-Schwächen, Balancing Probleme und weitere Ecken im Game-Design möchte ich dann 4 % abziehen. Und wenn ich auf das Preisschild schaue, dann habe ich auch etwas Bauchschmerzen und denke, bei diesem Angebot hätte es auch ein Zehner weniger sein können. Was dann zu einer weiteren Abwertung von 3 Prozent für die Preisgestaltung führt.
Damit komme ich zu einer Endbewertung von 73 % für Stronghold Warlords. Mit ein paar Verbesserungen durch Patches sehe ich Potenzial für bis zu 77 %, und wenn der Preis sinkt, geht es vielleicht auch noch weiter hoch, aber ein echter Hit wird dann leider auch im Sale nicht draus.

3.6

Outro

Magst Du gern Burgmauern einreißen und Deine eigene Burg gegen die anstürmenden Horden verteidigen? Oder sind chinesische Böller und veraltete Grafik nichts was Dich Jubeln lässt? Schreib mir gern Deine Meinung in die Kommentare oder im Community Discord unter zapzockt.de/discord.

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